StartseiteKontaktDrucken   



  


Werbung und Infos



 


 
Aartalbahn

 

Blick auf die aartalbahn vor Hettenhain

Schriftzug der Aartalbahn

 

Die Aartalbahn, auch „Langenschwalbacher Bahn“ genannt, verbindet die Städte Wiesbaden und Diez. Nach der Stilllegung in den 1980ern gründete sich ein Museumsbahnverein, die Nassauische Touristikbahn, die zwischen Wiesbaden-Dotzheim und Hohenstein historische Züge verkehren lässt. Im mittleren und unteren Aartal bietet der Arbeitskreis Aartalbahn mit großem Erfolg Draisinenfahrten an. Beide Vereine sind als gemeinnützig anerkannt und arbeiten gemeinsam für den Erhalt sowie für das langfristige Ziel einer Reaktivierung der Strecke. Neue Mitstreiter sind jederzeit willkommen und werden gerne aufgenommen.
Die dampf- und dieselgetriebenen Museumszüge der Nassauischen Touristikbahn verkehren in der Zeit zwischen dem 1. Mai und dem 3. Oktober an jedem ersten Sonntag im Monat sowie an Feiertagen und an Ostern. Der Fahrplan und die regelmäßigen Sonderfahrten findet man unter
http://www.aartalbahn.de/

 

Die Fahrtage der Draisinenfahrten des Arbeitskreises Aartalbahn können unter www.arbeitskreis-aartalbahn.de eingesehen werden. Beide Vereine bieten Sonderkonditionen für Gruppen- und Charterzüge an.
Die Eisenbahnstrecke durch das Aartal wurde ab 1870 in mehreren Etappen erbaut und war ab 1894 durchgehend befahrbar. Die vom Eisenbahningenieur Moritz Hilf meisterhaft in die Landschaft eingefügte Trasse über die Eiserne Hand gehört zu den steilsten Eisenbahnstrecken Deutschlands, die ohne Zahnradunterstützung auskommen. Über die Grenzen der Region bekannt wurde die Strecke durch einen eigens für diese Bahn entwickelten und für die damalige Zeit revolutionären Eisenbahnwagen, den sogenannten „Langenschwalbacher“. Die Bahn erlebte ihre größte Blüte in der Kaiserzeit, war aber bis weit in die Nachkriegszeit unverzichtbares Verkehrsmittel. Der verfehlten Verkehrspolitik der 70er und 80er Jahre fiel auch sie zum Opfer, doch konnte der Abbau der Strecke verhindert werden, sie wurde unter Denkmalschutz gestellt und gilt als das längste Baudenkmal des Landes Hessen. Seit Jahren gibt es Bemühungen um eine Reaktivierung für den öffentlichen Personen- sowie für den Güterverkehr.

Das Bild zeigt eine Dampflok und eine Rangierlok
Blick auf einen Zug der Aartalbahn

Besonders faszinierend ist eine Betrachtung der verschiedenen Stationsgebäude entlang der Strecke. Im unteren Aartal finden sich schlichte, aber nicht unattraktive spätklassizistische Gebäude. Einzelne Stationen wurden viele Male umgebaut, so z.B. der Ausflugsbahnhof Eiserne Hand. Eine Sonderstellung genießt der Bahnhof Bad Schwalbach mit seinem prunkvollen, leider renovierungsbedürftigen Empfangsgebäude. Hohenstein schließlich erhielt ein Stationsgebäude im Stile des Historismus, das perfekt mit dem malerischen Ort auf dem Burgberg harmoniert. Dieses Gebäude wurde in den vergangenen Jahren durch einen Privatmann erworben und mustergültig saniert.

Ende Mai 2007 wurde die Brücke einer Straßenunterführung ca. 100m hinter dem Bahnhof Wiesbaden-Dotzheim durch einen auf einem LKW verladenen Bagger schwer beschädigt, die Strecke musste daraufhin gesperrt werden. Im April 2008 wurde mittels einer Hilfsbrücke die Strecke wieder befahrbar gemacht. Aktuell laufen die Arbeiten für die Wiederaufnahme des Fahrbetriebes. Die Nassauische Touristikbahn hofft, ab Juni 2008 wieder mit historischen Zügen ins Aartal fahren zu können.