Tausende bei “Fahr zur Aar” unterwegs im Aartal

Der Tag begann zwar regnerisch, doch das Wetter besserte sich schnell und so verwandelte sich die B54 zwischen Diez und Taunusstein-Bleidenstadt am Sonntag, 31. Mai 2026, wieder in eine große autofreie Erlebnisstrecke. Mehrere tausend Menschen nutzten die Gelegenheit, das Aartal einen Tag lang ohne Autos zu erleben – auf dem Fahrrad, mit dem E-Bike, auf Inlinern oder einfach zu Fuß.

Von 10 bis 18 Uhr gehörte die rund 39 Kilometer lange Strecke ganz den Besucherinnen und Besuchern. Familien mit Kindern, Freizeitsportler, Seniorinnen und Senioren sowie viele Gruppen aus der Region genossen die entspannte Atmosphäre entlang der Aar. Besonders beliebt war erneut das flache Streckenprofil, das sich ideal für einen gemütlichen Ausflug eignet.

Nach der Absage im vergangenen Jahr wegen verschärfter Sicherheitsauflagen zeigten sich die Veranstalter erleichtert über den gelungenen Neustart. Die Landkreise Rhein-Lahn und Rheingau-Taunus hatten gemeinsam mit den Kommunen entlang der Strecke ein neues Sicherheitskonzept erarbeitet, das sich während des gesamten Tages bewährte.

Der offizielle Startschuss fiel am Vormittag in Aarbergen-Kettenbach. Dort erwartete die Gäste neben einem Gottesdienst auch Musik des Bläserquartetts „Brass4Spass“, Informationsstände und Vorführungen des Technischen Hilfswerks Heidenrod. Bereits kurz nach Beginn füllte sich die Strecke sichtbar.

Auch in den Orten entlang der Aar war einiges los. In Flacht lud die Brennerei Langschied zum Schaubrennen ein, während der Imkerverein Untere Aar in Oberneisen über Bienen und Honig informierte. Viele Besucher legten dort eine Pause ein.

Ein besonderer Anziehungspunkt war erneut der alte Bahnhof in Hahnstätten. Kinderschminken, Draisinenfahrten des Arbeitskreises Aartalbahn sowie verschiedene Vereinsstände sorgten dort für viel Betrieb. Gut besucht war auch die Kulturinsel im Kreml-Kulturhaus mit Livemusik der Band „Jazz for fun“ sowie Spiel- und Kreativangeboten für Kinder.

Großes Interesse gab es außerdem bei Schaefer Kalk. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, mehr über das Werk zu erfahren und einen Blick in den rund 140 Meter tiefen Laybruch zu werfen.

Entlang der gesamten Strecke sorgten Vereine, Feuerwehren und viele ehrenamtliche Helfer für Verpflegung, Sicherheit und Betreuung. Fahrrad-Pannenstationen, Erste-Hilfe-Angebote und Rastplätze wurden von den Teilnehmern dankbar angenommen.

Daniel Schmidt, Tourismusmanager der Verbandsgemeinde Aar-Einrich, zog am Ende des Tages ein positives Fazit: „Es war schön zu sehen, wie viele Menschen gemeinsam unterwegs waren und das Aartal entspannt genießen konnten. Die Stimmung entlang der Strecke war hervorragend. Genau dafür steht ‚Fahr zur Aar‘.“

Zum Foto: Zu sehen sind Marion Janssen (Bürgermeisterin Aarbergen), Volker Diefenbach (Bürgermeister Heidenrod), Maren Busch (Bürgermeisterin VG Diez), Klaus-Peter Willsch (Bundestagsabgeordneter aus dem Rheingau-Taunus-Kreis), Daniel Schmidt (Tourismusmanager VG Aar-Einrich), Lars Denninghoff (Bürgermeister VG Aar-Einrich), Jörg-Michael Barber (1. Beigeordneter Gemeinde Hohenstein), Manuela Schrader (Tourismus Gemeinde Aarbergen), Jens Rejszer (Tourismus Hohenstein) sowie Petra Mergner (Tourismus Bad Schwalbach).

Bild- & Textquelle: Entwicklungsagentur Aar-Einrich